Signz Diary – Zu alt für diesen Sch…? Silvester, Hostels & mein neues Jahr!

Hi meine Lieben!

Danny Glovers Satz „Ich bin zu alt für diesen Scheiß“ aus Lethal Weapon, trifft mein Empfinden an Silvester ziemlich gut!

2016 habe ich mich dazu entschlossen über Silvester nach Prag zu fliegen (ein Beitrag zu Prag folgt, hier könnt ihr schon Fotos sehen). Prag hatte ich noch nie besucht und es war kurzfristig am günstigsten. In Deutschland wollte ich nicht bleiben, weil ich es satt hatte immer das selbe zu tun. Eigentlich hatte ich Lust auf einen Spieleabend mit Freunden, konnte aber niemanden überzeugen nach Frankfurt zu kommen oder überhaupt in Deutschland zu bleiben über Silvester. Auf einen Clubbesuch oder eine Party hatte ich auch keinen Nerv, dieses Gedrängel, die überteuerten Getränke und Stundenlanges Warten auf ein Taxi wollte ich 2016 mal auslassen. Meistens ist es sowieso nur mit Stress und Frust verbunden, zumal ich einfach ein ungeduldiger Mensch bin.. Also sollte es für möglichst wenig Geld nach Prag gehen. Wenn ich schon mal da bin, dann gerne für 5 Tage. Mit dem Bus hätte es mir zu lange gedauert, also wollte ich fliegen. Gesagt getan, denkste .. Flüge waren ja noch welche zu finden, zwar überteuert aber günstiger als wo anders hin, Hotel konnte ich mir dann recht schnell abschminken – es war schlichtweg zu teuer über Silvester oder ausgebucht. Airbnb gecheckt und auch nicht fündig geworden, also musste ich auf Hostels ausweichen. Im Zentrum war selbstverständlich kein Zimmer mehr frei aber 10 Minuten Bahnfahrt vom Zentrum entfernt schon. Als ich die Preise gesehen habe, musste ich kurz schlucken aber was hatte ich auch über Silvester erwartet, richtig? Auf den Bilder sah das Hostel ganz ok aus, wir hatten ein eigenes Zimmer, nur ein eigenes Bad war nicht möglich. Die Bewertungen waren ebenfalls total ok (eine 7,3 von 10), also habe ich es gebucht und war zufrieden mit dem „Schnäppchen“, obwohl immer noch teuer. Die Vorfreude konnte losgehen, Reiseführer gekauft, nützliche Apps runtergeladen, Koffer gepackt und los.

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In Prag angekommen (ca. 1 Stunde Flug), haben wir unser Hotel ziemlich schnell gefunden. Durch eine rote Tür haben wir das Hostel betreten und wurden direkt von einem Raum voller Rauch und dem Geruch von Gras begrüßt. Mein erster Gedanke war: Hoffentlich ist unser Zimmer weit weg von der Rezeption, damit wir nichts von dem Geruch mitkriegen. In Hostels ist sowas meist zu erwarten. Ich habe auch tatsächlich nichts gegen Leute die Rauchen, aber ich muss es nicht selbst haben und vor allem nicht so stark riechen beim Schlafen. Unser Zimmer war aber auch zum Glück im 2. Stockwerk und daher weit genug von der Rezeption entfernt. Das Zimmer an sich war total in Ordnung, alles nötige war da. Einen Fernseher habe ich vergeblich gesucht, denn ich schaue eigentlich noch gerne Fern vor dem Einschlafen. Das war aber wohl das kleinste Übel. Ich habe ja tatsächlich nichts gegen Hostels und habe schon sehr oft in welchen übernachtet. Wir haben sogar mal, während des Jungesellinnenabschiedes meiner Freundin, in einem übernachtet. Als ich aber das „Badezimmer“ gesehen habe, dass ich mir mit 6 anderen teilen sollte, habe ich angefangen mir sorgen zu machen.. Diese Sorge hat sich in den nächsten Tagen nur noch bestätigt – anscheinend konnten die anderen Gäste nicht ganz zielen … Nach dem Duschen in diesem Bad, habe ich mich auch nicht wirklich sauber gefühlt. Das Bad wurde zwar 1 x am Tag gesäubert aber das reicht bei weitem nicht, wenn so viele Personen das Bad benutzen. Ich hatte 2 Handtücher und eines davon habe ich immer auf den Boden gelegt, damit ich nach dem Duschen nicht den Boden berühren muss. Ich bin ja echt kein Pingel, aber das war wirklicht nicht mehr schön oder bin ich einfach zu alt geworden für sowas?

Früher habe ich immer, wenn sich jemand über Hostels beschwert hat, gesagt „stell dich nicht so an, man kann auch mit weniger Komfort zurechtkommen“. Heute denke ich „NIE WIEDER HOSTEL MIT GEMEINSCHAFTSBAD“. Das war eine reine Zumutung und absolut nicht ok! Das Hostel hieß übrigens „Clown and Bard Hostel“. Super nette Leute dort und sehr zentral alles aber Sauberkeit lässt grüßen.. Tatsächlich ist es also für mich mit 25 schon soweit, dass ich mir nur noch ein Bad mit MEINEN Leuten teilen würde und mit niemand anderem. Mir ist Sauberkeit und Komfort einfach zu wichtig geworden mittlerweile. Damit meine ich keine Luxusvilla aber ein gewisser Standard sollte herrschen. Vielleicht wäre das alles auch nicht so schlimm gewesen, wäre das Bad mehrmals am Tag gesäubert worden aber nunja..

Das Grauen hörte für mich leider nicht mit dem Hostel auf, sondern ging am Silvesterabend noch weiter.

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Leider ist es ja nun mal so, dass zur Zeit viele schreckliche Dinge auf der Welt passieren. Auch im neuen Jahr wird die Welt nicht vom Terror verschont. Vielleicht war auch das einer der Gründe, wieso der Silvesterabend kein schöner Moment für mich war. Da wir uns dazu entschlossen hatten das Feuerwerk an einem öffentlichen Platz uns anzuschauen, statt in einem Club oder Restaurant zu sein, landeten wir schnell in einer großen Menschenmasse. Die Karlsbrücke war unser eigentliches Ziel aber eindeutig zu voll für meinen Geschmack. Also suchten wir uns ein Plätzchen vor der Karlsbrücke am Wasser – denn ich wollte unbedingt am Wasser sein, um die Kulisse genießen zu können. Um ca. 23:30 waren wir dann auch auf einer Erhöhung am Wasser, mit vielen anderen Menschen um uns herum. Der Platz füllte sich immer mehr und es wurde immer unübersichtlicher. Diese halbe Stunde bis 00:00 Uhr war für mich eine einzige Qual. Ihr müsst wissen, dass die Knaller in Tschechien nicht denen in Deutschland entsprechen. Solche Knaller, die dort verwendet wurden, wären hier in Deutschland definitiv verboten! Für die Tschechen aber war es total normal. Wenn neben einem solch ein Knaller gezündet wurde, fühlte sich das an wie eine kleine Bombe und man hat es am ganzen Körper gespürt, wie eine Art Basswelle. Die Lautstärke brauche ich dann ja auch nicht mehr erwähnen, oder? Ich bin mit Fingern in den Ohren rumgelaufen..Jedes mal, wenn solch eine kleine Bombe (Böller) losging, bin ich extrem zusammengezuckt und war dadurch permanent angespannt. Es war nicht zu erkennen, woher die Böller auf einen zufliegen, denn das geschah immer plötzlich und ohne Rücksichtnahme. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was für eine Wucht hinter diesen Knallern lag. Um es zu verdeutlichen: Die Böller in Deutschland bleiben ganz, wenn sie platzen. Sie zerschmettern nicht, sondern geben einen knall und das wars quasi. Die Böller in Prag sind in tausende Kleinteile zersprungen und man hat nur noch Fetzen davon auf den Straßen gesehen. Zudem ist bei der Explosion eine mittelgroße Lichtkugel entstanden! Ich meine, wie kann man da noch ruhig durch die Straßen laufen? Das Gefühl die Kontrolle über die Situation zu verlieren und permanent angespannt zu sein, haben mir den Abend vermiest leider. Ich hatte zumindest was anderes erwartet: Ein schönes Zusammensein mit den Menschen in Prag, hier und da mal ein Feuerwerk und bunte Lichter aber definitiv kein kleines Kriegsfeld!

Wirklich schreckhaft war ich eigentlich nie früher, aber die  derzeitigen Zustände und das Gefühl der Ungewissheit hat mich zu sehr beeinflusst. Es ist unglaublich schade, dass es soweit kommen musste, dass ich bei jedem kleinen Knall schon das Schlimmste befürchte. Wenn ich mich bereits an Silvester fühle, wie auf einem kleinen Kriegsfeld, wie müssen sich dann die Menschen fühlen, die in einem Kriegsgebiet leben … ?

 

Was ich daraus gelernt habe: Wahrscheinlich werde ich es dieses Jahr an Silvester eher ruhig angehen lassen und vielleicht auf meinen Spieleabend beharren. Ein Ferienhaus könnte auch in Frage kommen aber definitiv keine öffentlichen Orte oder Silvesterpartys mehr für mich.. Vorerst! Natürlich weiß man nie, was kommt aber die Silvesterabende, die ich mit Freunden zuhause verbracht habe, waren immer noch die angenehmsten ♥ Schick machen für Selfies, kann man sich ja dann trotzdem noch!

Love, Damla

WIE WAR DEIN SILVESTER? WIE BIST DU INS NEUE JAHR GEKOMMEN?

 

2 Gedanken zu „Signz Diary – Zu alt für diesen Sch…? Silvester, Hostels & mein neues Jahr!

  1. Oh Gott du arme, da tust du mir tatsächlich ein bisschen Leid – aber hey, für nächstes Jahr weißt du es dann besser 😊 Was Hotels angeht schaue ich bei der Buchung zweimal hin, Gemeinschaftsbad geht für mich absolut gar nicht 😄 Ohne Fernseher könnte ich glaube ich trotzdem ganz gut leben.
    Ich war, so wie du es geplant hattest, ganz gemütlich bei Freunden und wir haben ganz entspannt ins neue Jahr gestartet.
    Ich bin mir sicher dein nächstes Silvester wird umso schöner!

    Liebe Grüße
    Stephi von http://stephisstories.de

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