Kurztrip nach Prag – Die wichtigesten Sehenswürdigkeiten an einem Wochenendtrip + Video

Wer schon mal im Winter in Prag war, der weiß, wie bezaubernd es dort sein kann. Schwer zu beschreiben das Gefühl in eine andere Zeit gereist zu sein, umgeben von Burgen. In dieser Stadt ist die Barock Epoche absolut gegenwärtig in dieser Stadt und während man so durch die kleinen Gassen schlendert, kann man sich schon vorstellen, wie es damals gewesen sein muss. Prag hat mich überrascht und tatsächlich verzaubert. Es ist aber ein anderes verzaubern, als es mit Istanbul (Blogbeitrag) zum Beispiel war. Natürlich hat jede Stadt seinen eigenen Charme und kann durch unterschiedlichste Dinge beeindrucken.

5 Tage war ich in Prag, ein Wochenendtrip sollte aber auch absolut ausreichen, wenn man sich die Stadt nur mal anschauen möchte. Da alles, was man gesehen haben muss ziemlich zentral und sehr gut erreichbar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist, schafft man so einiges an einem Tag. Die Unterkunft sollte dafür aber nicht allzu weit weg vom Zentrum sein oder zumindest eine Metro oder Straßenbahn Anbindung in der Nähe habe. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt hier nämlich ganz gut überall hin und zahlt pro Fahrt (30 Min.) auch nur ca. 0,90€. Unsere Unterkunft war bei der Metrostation „Jiřího z Poděbrad“ und wir waren in nur 10 Min. in der Stadt. Schaut also am besten immer auf Google Maps, ob sich in eurer Nähe eine Metro oder Straßenbahn befindet.

Die Stadt war tatsächlich extrem überfüllt mit Touristen, vor allem deutsche und englische. Eigentlich kein Wunder, denn Prag gehört mittlerweile zu einem der beliebtesten Reiseziele über Silvester. In Städten, die nun mal schön sind, muss das wohl leider erwarten und auch akzeptieren. Einfach ausblenden und seine eigenen Erfahrungen machen. Seid aber darauf vorbereitet in der ganzen Stadt Oldtimer zu sehen, die hier für Sightseeing-Rundfahrten genutzt werden. Total putzig!

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Oldtimer in ganz Prag

 

Falls ihr also einen Kurztrip nach Prag plant, kann ich euch folgende Vorgehensweise nur ans Herz legen, denn bei einem Kurztrip oder Wochenendtrip geht es ja darum, den Tag sinnvoll zu planen. Außerdem könnt ihr am Ende des Beitrags kleine Einblicke in meinem 60 Sekunden Amateurvideo sehen:

Tag 1

Am ersten Tag könnt ihr euch hoch hinauf zur Prager Burg begeben und euch dort die Königlichen Gärten, das Lustschloss Belvedere und die Burg anschauen. Dazu solltet ihr am Besten von oben beginnen und nicht von Kleinseite (Stadtteil) hochlaufen. Um oben zu beginnen, fahrt ihr am besten mit der Straßenbahn zur Haltestelle Prazky hrad“. Hier ist auch der Eingang zu den Burghöfen über die Pulver Brücke. Wir mussten hier ziemlich lange anstehen, ich glaube es war sogar eine Stunde, aber normalerweise kommt man hier wohl ohne anzustehen herein. Vielleicht waren an dem Tag, aufgrund von Silvester oder ähnlichem, strengere Kontrollen. Wenn ihr dann über die Pulverbrücke geht, könnt ihr schon links oben von euch den Veitsdom erkennen – ziemlich imposant von dort unten. Als ich über diese Brücke Richtung Burg gelaufen bin, habe ich mich bereits in eine andere Zeit versetzt gefühlt. Vorne an den Toren warteten schon 2 Wachen, die übrigens um 12 Uhr, begleitet von einer großen Zeremonie, von neuen Wachen abgelöst werden.

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Eingang
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Dom St. Veit von der Pulverbrücke aus

Vorbei an den Wachen betritt man auch schon den 2. Burghof. Der Eingang zum 1. Burghof befindet sich auf der anderen Seite, aber auch von hier aus gelangt man überall hin. Rechts vom 2. Burghof befindet sich der Hradschiner Platz, sowie der 1. Burghof mit seinem gigantischen Eingangstor.Vom Hradschiner Platz aus habt ihr einen schönen Blick auf die Kleinseite. Einen weiteren und vielleicht sogar weitreichenderen Aussichtspunkt findet ihr aber auch am anderen Ende der Burg nochmal. Zurück zum 2.Burghof und von dort aus rüber zum 3. Burghof, findet ihr vor euch den Dom St. veit – ein MUSS für jeden Prag Besucher. Dieser Anblick war für mich total atemberaubend, wie sich der Dom vor einem in die Höhe erstreckt mit ihrer Detailreichen Fassade. Nun kann man entweder direkt in den Dom hinein oder an der Seite vorbei und das gesamte Kunstwerk erst einmal auf sich wirken lassen. Wir sind direkt hereingegangen und haben es nicht bereut. Die Sonne stand, zu unserem Glück, genau richtig und erschuf eine kleine Lichtmalerei aufgrund der bunten Fenster. Die Fenster zeigen Szenen aus dem Leben der heiligen Kyrill und Method.

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Eingang vorm Hradschiner Platz
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Dom St. Veit von vorne
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Dom St.Veit innen
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Dom St. Veit innen
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Dom St. Veit innen

Im Nachhinein haben wir erfahren, dass man auch auf den Dom hätte gehen können, dafür wäre aber ein Ticket nötig gewesen. Wahrscheinlich hätte man oben einen unglaublichen Ausblick gehabt, den haben wir aber leider verpasst. Dadurch hatten wir auch vieles im Inneren des Doms verpasst, wie z.B. die Kapellen. Ich kann euch nur empfehlen euch diese anzuschauen! Zumindest in meinem Reiseführer und im Internet sieht es beeindruckend aus. Wir hatten es nur leider zu spät realisiert. Nachdem ihr euch das Innere angeschaut und unzählige Fotos gemacht habt, könnt ihr raus und am Dom vorbei an den Platz vor dem alten Königspalast. Leider konnten wir den Palast an dem Tag nicht betreten, aber es soll wunderschön sein vor allem der stützenlose Wlasislaw-Saal, welcher mit seinen enormen Maßen ein Meisterwerk darstellt. Wir konnten immerhin die Terrasse von außen sehen und uns vorstellen, wie dort früher die Könige standen und sich den prachtvollen Dom angeschaut haben. Auch hier wurden natürlich einige Bilder vom Dom geschossen.

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Dom St. Veit von der Seite
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Königspalast Terrasse

Weiter ging es dann am Dom vorbei, natürlich immer noch die Fassade und Details betrachtend, zum Georgsplatz. Hier war ein kleiner und sehr süßer Weihnachtsmarkt und Märchenhafte kleine Ecken. Hier befindet sich auch die St. Georgs Basilika und -Kloster, in welchem Fürsten der Premysliden begraben liegen. Sie bildet den bedeutendsten romanischen Kirchenbau Prags. Hinter der Basilika, weiter durch die Gassen, befindet sich das „goldene Gässchen„. Eine kleine super süße Ecke, die definitiv einen Besuch wert ist – auch hier ist ein Ticket notwendig, um rein zu kommen. Hier reiht sich ein kleines buntes Häuschen an das nächste, in einigen von Ihnen sieht man Ausstellungen über die damaligen Bewohner der Häuschen. Die Gasse wird wahrscheinlich als das „goldene Gässchen“ bezeichnet, weil sich hier damals die Goldschmiede niedergelassen haben. Wieder zurück auf der Georgsgasse befindet sich auf der linken Seite das Spielzeugmuseum und auf der rechten Seite das Rosenberg Palais und das Lobkowitz Palais. Diese haben wir uns nicht mehr angeschaut und sind weiter zum Kanonenbastei. Von hier aus habt ihr einen tollen Ausblick auf die Kleinseite bis zum Laurenziberg. Es war total überfüllt und jeder wollte natürlich ein Foto von dem Ausblick machen, daher war ein Stehenbleiben und Genießen nicht möglich. Wenige Schritte weiter gibt es aber noch einmal solch eine Plattform, welche weniger überfüllt ist.

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Kleine Gasse am Georgsplatz
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Ausblick von der Kanonenbastei
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Ausblick von der alten Schlossstiege

Nun seid ihr auch schon am alten Schlossstiege und könnt von hier aus die vielen Stufen runter zur Moldau und euch in einem Café oder Restaurant ausruhen und den Tag ausklingen lassen. Mir zumindest taten die Füße ziemlich weh nach dem Rundgang in der Burg, obwohl der Tag noch nicht ganz rum war.

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Falls ihr doch schneller durch seid und noch Zeit habt, könnt ihr euch auf den Weg zu einer anderen Burganlage machen – Nationales Kulturdenkmal Vyšehrad (Metro Haltestelle „Vyšehrad„). Diese Burganlage wird in den Reiseführern etwas vernachlässigt, ist aber definitiv einen Besuch wert. Von hier aus soll Libussa die Gründung der Prager Burg prophezeit haben und im 14. Jh. musste jeder König vor seiner Krönung barfuß zum Vyšehrad pilgern. Es ist etwas gruselig hier, da wenig los ist und viele alte verlassene Bauten, Kirchen und ein riesiger Ehrenfriedhof auf dem bedeutende tschechische Persönlichkeiten ruhen. Falls ihr also noch Zeit habt, kann ich euch das nur empfehlen, auch wenn nur für einen schnellen Durchgang.

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Eingang Vysehrad
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Kleine Kapelle in Vysehrad

Tag 2

Die Unternehmungen für den 2. Tag finden komplett in der Innenstadt statt, beginnend mit der extrem interessanten Astronomischen Uhr am Altstädter Rathaus. Als  Haltestelle könnt ihr dazu z.B. die Metrostation „Staroměstská“ nehmen. Da wir im Winter nach Prag gereist sind, war hier am Platz auch ein schöner Weihnachtsmarkt, ich vermute der größte in Prag. Die Weihnachtsmärkte in Prag oder vielleicht auch Tschechien allgemein, sind stark geprägt von altertümlichen Ständen und Handwerksarbeit. Für mich war das total im Einklang mit der Stadt selbst. Was ihr unbedingt probieren solltet und wahrscheinlich auch nicht drumherum kommt ist das süße Kringel-Gebäck namens „Trdelnik“ – siehe Foto. Das Gebäck ist etwas schwer zu beschreiben aber es schmeckte leicht nach Sauerteig und nicht wirklich durchgebacken aber auch nicht roh. Oben drauf war dann eine ordentliche Zuckerschicht. Diese Leckerei kann man pur essen oder mit diversen Füllungen, wie z.B. Nutella oder Eis… Ja Eis, die Leute haben bei -10 Grad Eis gegessen, serviert in einem warmen Gebäck. Wieso es nicht direkt geschmolzen ist? Fragt mich nicht. Wieso die Leute nicht gefroren haben .. Fragt mich auch das nicht, ich frage mich das nämlich auch schon die ganze Zeit. Mit dem Trdelnik in der Hand, kann es dann auch zur Astronomischen Uhr gehen, denn die zu betrachten braucht seine Zeit. Sie ist etwas kompliziert aber super interessant! Die Zahlen geben die alte böhmische Zeiteinteilung von einem Sonnenuntergang zum nächsten und die römischen Ziffern die 2 x 12 Stunden des Tages an. Der Monat wird vom kleineren Ring gezeigt, während der Zeiger den Stand des Mondes zeigt. Sogar der Planetenstand wird gezeigt und zwar von den 12 vergoldeten Bogenlinien. Hört sich kompliziert an, ist es auch.. Wir waren um kurz vor 16 Uhr dort und um genau 16 Uhr haben sich eine Menge Leute davor versammelt, also haben wir auch gewartet und als die Uhr genau 16 Uhr schlug, öffneten sich oben kleine Türchen und ein kleines Schauspiel ging los. Schnitzfiguren des Christus und der 12 Apostel zogen an der Öffnung vorüber. Ich vermute, dass dieses kleine Spektakel zu jeder vollen Stunde stattfindet.

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Trdelnik auf dem Weihnachtsmarkt
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Zuschauer warten auf das kleine Spektakel an der Astronomischen Uhr
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Die Astronomische Uhr
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Die Astronomische Uhr
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Weihnachtsmarkt am Rathaus

Ich habe mich ja total in die Gassen in Prag verliebt! Ein Traum für Freunde des Schlenderns und Stöberns. Also geht es über eine dieser Gassen und zwar die Zeltnergasse zum Pulverturm. Auf dem Weg dorthin könnt ihr links rein auf die Parallelstraße der Zeltnergasse und zur gotischen Teyn-Kirche, sowie zur Barrockkirche St. Jakob. Wir haben uns die beiden Kirchen nur kurz von außen angeschaut und sind dann wieder zur Gasse Richtung Pulverturm gelaufen. Die Zeltnergasse bietet viele Altbauten und wirkt total malerisch, noch schöner finde ich die Karlsgasse, aber dazu später mehr. Der Pulverturm erhielt seinen Namen durch die Lagerung von Schwarzpulver bis zum 17. Jh.. Sie bildet zudem den Eingang zur Altstadt und ist enorm hoch und eindrucksvoll, so wie viele Bauten hier in Prag. Nun geht es über den Graben weiter zum Wenzelsplatz, der eigentlichen Innenstadt von Prag mit vielen Leuchttafeln und großen Schildern, die um die Aufmerksamkeit der Passanten kämpfen. Hier könnt ihr ausgelassen shoppen in den Geschäften, die ihr wahrscheinlich auch aus Deutschland und Amerika schon kennt. Geschäfte wie Sephora, waren natürlich sehr heiß begehrt mit ihren Marken, die in Deutschland nicht erhältlich sind.

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Wenzelzplatz

Nun da ihr den ganzen Tag gelaufen seid und wahrscheinlich auch hunger bekommen habt, solltet ihr mal die kleine Pizzeria L’PIZZERIA aufsuchen. Ich kann euch diese nur empfehlen und wärmstens ans Herz legen. Die Pizzen sind schön dünn und knusprig, dafür groß und auch preislich absolut unschlagbar. Die Adresse lautet: Vodičkova 699/28, 110 00 Praha 1-Nové Město. Das Lokal befindet sich in einer Seitenstraße am Wenzelsplatz.

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Meine leckere Pizza

Tag 3

Am 3. Tag hatten wir Schnee, was die Stadt einfach bezaubernd aussehen lies. An diesem Tag haben wir uns vorerst dem jüdischen Viertel gewidmet, um dann von dort aus den Ausblick an der Moldau zu genießen und über die Karlsbrücke zur Kleinseite zu schlendern. Was übrigens in den Reiseführern als „jüdisches Museum“ angegeben wird ist nicht EIN Museum, sondern ein Gebiet im jüdischen Viertel bestehend aus mehreren Sehenswürdigkeiten, wie Synagogen und Friedhöfe. Das jüdische Viertel, auch genannt „Josefstadt„war früher übrigens nicht so schön, wie es heute ist. Als wir durch den Pariser BoulevardPařížská“ Richtung Rathaus gelaufen sind, haben wir schnell gemerkt, dass wir hier wohl eher kein Geld ausgeben werden. Es ist die wohl teuerste Straße Prags mit weltbekannten Luxusmarken und pompösen Häusern. Etwas fehl am Platz fühlte ich mich schon aber nun ja, man sollte es gesehen habe – ziemlich beeindruckend! Wir wollten uns auf den Weg zur Karlsbrücke machen, mein persönliches Highlight in Prag. Natürlich hätten wir einen kürzeren Weg vom jüdischen Viertel zur Karlsbrücke nehmen können, aber ich wollte unbedingt durch die Karlsgasse. Ein Traum sage ich euch! Die Zeltnergasse fand ich ja schon hübsch aber die Karlsgasse war nochmal um einiges schöner und charmanter.

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Oldtimer an der Karlsgasse
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Die Karlsgasse

Auch wenn wir erst starken Wind und dann Schnee hatten an dem Tag, war ich verzaubert von dieser kleinen süßen Gasse mit unzähligen Leckereien. In einigen Läden konnte man den Süßigkeiten-Meistern bei der Arbeit zuschauen. Da stand ich also, am Schaufenster vor dem Master of Sweets und habe ihm zugeschaut, wie er die klebrige Masse hin und her wendet. Sehr interessant, sage ich euch!

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Die mal etwas andere Art von Matrjoschkas in Prag
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Trdelnik überall
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Leckereien der Karlsgasse
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Captain Candy in der Karlsgasse
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Die Astronomische Uhr zum Mitnehmen in der Karlsgasse
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Wunderschöne kandierte Äpfel

Nachdem wir die Karlsgasse durchquert hatten, erwartete uns Darth Vader am Eingang zur Karlsbrücke. Natürlich nur ein Mann, der durch Fotos mit Touristen sein Geld verdienen will. Hier tummeln sich allerlei bunte Vögel (also wirklich bunte Tauben), Künstler und Fotografen. Bevor wir die Karlsbrücke betreten haben, wollten wir nochmal rechts davon Fotos an einem sehr schönen Fleckchen machen und die Aussicht genießen. Wieso vor der Brücke abbiegen und nicht nachdem wir die Brücke besichtig haben dorthin gehen, denkt ihr euch wahrscheinlich.. Ganz einfach: Weil die Brücke einen halben Kilometer lang ist, d.h. ist man einmal rüber, gibt es vorerst kein Zurück mehr .. Zumindest für mich faule Socke nicht.

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Nun durfte es auf die Karlsbrücke gehen! Natürlich waren wir hier nicht die einzigen Touristen und es war ziemlich voll, aber dadurch, dass die Brücke 10 Meter breit ist, hat man die Fülle an Menschen nicht so stark gespürt. Außerdem war ich sowieso ganz abgelenkt von der der Schönheit dieser Brücke. Sie ist so Facettenreich und bietet jeden Tag einen anderen Charme. Auf der Brücke sind alle paar Meter links und rechts Statuen aufgestellt, sozusagen die Wachmänner der große Brücke zur Kleinseite. Sie ist so gigantisch, dass man sich selbst unglaublich klein fühlt auf ihr. Rechts sieht man die Prager Burg und links unzählige Schwäne auf der Moldau.

Die folgenden Bilder wurden nicht an dem Tag geschossen, ich war zu sehr damit beschäftigt die Wanderung über die Brücke bei Schnee zu genießen.

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Karlsbrücke Kleinseite
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Statuen der Karlsbrücke
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Die Karlsbrücke von der Kleinseite aus

Auf der Kleinseite angelangt, fühlt man sich versetzt in die Zeit der Könige, als sie diese Straßen (Königsweg) auf dem Weg zu Prager Burg durchqueren mussten. Total faszinierend und an jeder Ecke etwas zu entdecken. Einige Ecken waren wie im Märchen und haben mich definitiv gefesselt. Ich hätte mir hier tatsächlich eine Führung gewünscht und würde es euch auch empfehlen, denn es sah nach viel Geschichte aus! Natürlich habe ich alles direkt nachgelesen, während ich mich im Hostel ausgeruht habe. Nichtsdestotrotz fühlt es sich direkt vor Ort wahrscheinlich um einiges anders an. Tatsächlich verging unser Tag hier ziemlich schnell, da wir viel mit Schlendern und Entdecken beschäftigt waren. Falls ihr aber noch Zeit und Kraft habt, würde ich euch empfehlen auf der Kleinseite zur Standseilbahn zu laufen und damit entweder hoch auf den Laurenziberg zu fahren oder aber hoch zu laufen. Dort oben erhaltet ihr einen Atemberaubenden Blick auf Prag von einem Mini Eiffelturm aus.

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Mini Eiffelturm auf dem Laurenziberg

Nachdem ihr den Ausblick vom Laurenziberg auf Prag genossen habt und den Berg hinunter spaziert seid, könnt ihr den Tag auch ausklingen lassen. Verdient! Ein Tag voller Geschichte in Prag geht mal wieder zu Ende und der Wochenendtrip ist auch schon vorbei. Solltet ihr aber mehr Zeit haben, habe ich folgenden Tipp für euch.

Zusätzliche Tipps bei mehr Zeit in Prag

Falls ihr also doch noch einen Tag länger da sein, würde ich euch den Prager Zoo wärmstens ans Herz legen. Der Zoo in Frankfurt ist dagegen eine Zumutung für die Tiere. Die Tiere im Prager Zoo haben größtenteils so große und schöne Gehege, vor allem die Giraffen und Antilopen haben ein riesen Außengelände – 25.000 m² . Natürlich ist keines der Gehege der Natur entsprechend, in der Natur haben die Tiere mehrere Quadratkilometer, die sie nutzen. Ich besuche in so gut wie jeder Stadt, die ich besuche den Zoo und keiner hat mich so beeindruckt. Im Nachhinein konnte ich im Netz nachlesen, dass der Zooinhaber ein Tierliebhaber wäre und der Zoologische Garten zu den schönsten der Welt gehöre. Zurecht! Was noch positiv auffällt: Der Zoologische Garten ist mehrere Kilometer von der Innenstadt und dem Trubel entfernt und daher in einer ruhigen Lage auf dem Berg. Zu erreichen ist er ganz leicht mit der Metro und dem Bus – Station „Zoologická zahrada“. Für mich war dieser Ort ein kleines Fleckchen Paradies und im Sommer wahrscheinlich sogar um einiges schöner! Im Winter waren die Tiere natürlich nicht auf den Außenanlagen, obwohl die Türen offen standen.

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Zoologischer Garten von Prag

Bäckerei Tipp

In Prag fanden wir es ziemlich schwer ein Frühstück ohne überteuerte Touristenpreise zu finden. Zu unserem Glück hatten wir in der Nähe unseres Hostels eine Bäckerei namens „Antoninovo“, welche direkt an der Metrostation (Jiřího z Poděbrad) war und absolut einen Besuch wert! Hier kommen die Bewohner der Stadt zum Frühstücken her oder genießen ihren Mittagskaffee mit einem Stück Kuchen. Extrem berühmt ist das selbstgebackene Brot, der übrigens vor den Augen der Kunden in einem Steinofen zubereitet wird. Zudem bietet der Bäcker viele andere Leckereien, ob süß, herzhaft oder sogar eine Suppe, hier wird jeder glücklich! Bei den unschlagbaren Preisen, kann man dann auch mal neue Dinge ausprobieren.

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Super leckerer Cappuccino im Antoninovo
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Die vielen Leckereien

Ich hoffe mein Beitrag hilft euch einen perfekt geplanten Kurztrip in Prag zu verbringen und euch von dieser geheimnisvollen Stadt bezaubern zu lassen.

Viel Spaß bei deinem Trip nach Prag!

Love, Damla

WARST DU SCHON MAL IN PRAG? WAS HAT DIR AM MEISTEN GEFALLEN? FINDEST DU ICH SOLLTE ÖFTERS 60 SEKUNDEN VIDEOS FÜR STÄDTEREISEN MACHEN?

17 Gedanken zu „Kurztrip nach Prag – Die wichtigesten Sehenswürdigkeiten an einem Wochenendtrip + Video

  1. Ein sehr schöner Guide, wenn man mal das Wochenende dort verbringt! Meine Eltern waren auch vor 2 Wochen dort und waren total begeistert. Deine Fotos geben auch einfach nur deren Begeisterung wieder.
    Ich hoffe, ich komme dieses Jahr auch mal dort hin ! 🙂

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