Kurztrip nach Amsterdam – 5 Tipps für einen Tagesausflug! + Video

Tatsächlich war ich bisher noch nie in Amsterdam und es wurde höchste Zeit. Da Amsterdam mit dem Flixbus nur 2 Stunden von uns entfernt ist, haben wir uns für einen Tagestrip entschieden. Die Flixbusse fahren nach Amsterdam Sloterdijk und von dort aus muss man mit der Bahn, die alle paar Minuten kommt, zum Hauptbahnhof fahren. Im Bus war es zwar so kalt, wie in einem Kühlschrank aber das Wetter draußen war dafür umso schöner mit knapp 30 Grad.

Da wir insgesamt nur 6 Stunden Aufenthalt in Amsterdam hatten, mussten wir uns gut überlegen, was wir machen wollen und was nicht so wichtig ist. Es gab Dinge, die wir im voraus gebucht haben und Dinge, die wir erst vor Ort gemacht haben. Wenn ihr also nur wenig Zeit in Amsterdam habt, kann ich euch die folgenden 5 Aktivitäten empfehlen, um einen Eindruck von der Stadt zu erhalten. Auch im Video ganz unten, könnt ihr einen ersten Eindruck gewinnen:

1. Eine Grachtenfahrt / Kanalrundfahrt

165 Kanäle (Grachten) wurden in Amsterdam nach und nach angelegt und jede von Ihnen erzählt eine Geschichte. Eine Kanalrundfahrt gehört in Amsterdam meiner Meinung nach zu den absoluten MUSS Aktivitäten, vor allem, wenn man nur paar Stunden hat. Wir haben uns hier nicht für eine 1-2 Stündige Rundfahrt entschieden, sondern für eine Hop on – Hop off Fahrt. Jaa, I know! Sehr Klischee touristisch, ABER absolut empfehlenswert. Hierbei kriegt ihr nämlich nicht nur einen Eindruck von der Stadt und den Kanälen, die diese Stadt ausmachen, sondern könnt auch jederzeit an einer Haltestelle aussteigen, euch die Gegend anschauen und wieder in das nächste Boot einsteigen. Mir hat diese Option extrem den Stress genommen und alles war super entspannt. Angeboten werden diese Fahrten an jeder Ecke direkt am Hauptbahnhof, es ist absolut nicht zu übersehen (ca 15-25€) Da diese Attraktion zu einer der beliebtesten in Amsterdam gehört, sind auch jede Menge Boote unterwegs – es dauert also nicht lange, bis man in einem Boot sitzt.

Tipp: Bucht eure Grachtenfahrt online im voraus und spart dabei jede Menge Geld 🙂 Es gibt spezielle online Angebote, die ihr euch anschauen solltet z.B. auf Stromma.nl

Es war toll die Stadt aus dem Wasser heraus zu kennen zulernen und zu entdecken. An jeder Sehenswürdigkeit wurden durch die Kopfhörer Informationen bereit gestellt und zwischen den Sehenswürdigkeiten gab es sehr interessante allgemeine Informationen zur Stadt an sich.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass jährlich ca. 15.000 Fahrräder aus den Kanälen gefischt werden? Oder, dass die Stadt entschied Geländer an den Rändern aller Kanäle bauen zu lassen, weil die parkenden Autos reihenweise ins Wasser fielen und die Kosten für das Herausziehen schlichtweg zu groß wurden? Vielleicht fällt es dir nicht direkt auf, aber wusstest du, dass einige der Häuser an den Kanälen schief hängen? Sie wirken leicht nach vorne gebeugt, was wirklich schlau gemacht ist! Dadurch wirken die Häuser zum einen größer und herrschaftlicher, zum anderen wurde es zum Schutz des Gebäudes gemacht. In Amsterdam wurden/werden Waren an den Häusern hochgezogen und Umzüge ebenfalls so erledigt. Durch die nach vorn gebeugte Hauswand wurde das Risiko der Fassaden-Schädigung minimiert. Zudem wurden früher die Anwohner eines Gebäudes anhand der Giebelsteine (steinerne Namensschilder) erkannt, denn Hausnummern gab es da noch nicht. Verrückt oder? Es fällt mir sehr schwer vorzustellen, dass eine Stadt keine Hausnummern hat.

Wenn ihr also mal eine Grachtenfahrt macht, achtet auf diese Details und die Stadt gewinnt mehr und mehr an Charakter und Romantik.

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2. Entdecke die Stadt zu Fuß oder mit dem Fahrrad

Mehr Fahrräder als Einwohner? Schnellfahrstraßen für Fahrräder? Quasi eine eigene Autobahn mitten in der Stadt nur für Radfahrer? Ja genau, in Amsterdam ist sowas normal. Tatsächlich fand ich es super witzig, wie die Fahrradfahrer an mir vorbei gerast sind, als wären sie bei der Tour de France. Gnade dem, der es wagt als Fußgänger auf die Schnellstraße zu laufen – ein riesen Fehler! Dafür ist man hier mit dem Fahrrad schnell unterwegs.

Aufgrund der knappen Zeit, haben wir uns dazu entschlossen zu Fuß die Stadt weiter zu erkunden. Das mieten und zurückgeben eines Fahrrads wollten wir uns damit ersparen. Wir haben uns also einfach einen Stadtplan genommen und sind drauf los marschiert. Mit dem Stadtplan wollten wir eigentlich nur sicherstellen, dass wir keine Sehenswürdigkeiten verpassen, auf die Straßen haben wir dabei nicht so wirklich geachtet. Wir wollten uns einfach treiben lassen und das ist uns auch ganz gut gelungen. Zu Fuß kann man so viele kleine Ecken entdecken und alles wichtige ist eigentlich auch sehr nah beieinander, so dass man keine große Wanderung machen muss.

Die Grachtenfahrt ist zwar schön aber über die Brücken von Amsterdam zu schlendern ist nochmal etwas besonderes.

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3. Die Pommeskultur von Holland

Wer nach Holland reist und keine Pommes isst, ist selbst schuld! Die Pommeskultur ist in Amsterdam nicht zu übersehen und für mich als Kartoffel-Liebhaber absolut unverzichtbar. Was so besonders ist an diesen Pommes? Meiner Meinung nach die Saftigkeit und vor allem die Soßen! Es gibt so viele spezielle Soßen, da fällt einem die Entscheidung wirklich schwer. Sehr begehrt sich hier auch Pommes mit zwiebeln oder Erdnuss Soße.

Zu finden sind die Pommesstände eigentlich an jeder Ecke, übersehen kann man sie zumindest nicht. Wir haben uns für einen in der Seitengasse der Innenstadt entschieden und es war SEHR lecker. Wenn viele Leute anstehen, bedeutet das eigentlich immer, dass es dort auch gut schmeckt.

YUMMIE!!

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4. Der ewig lange Blumenmarkt

Romantik pur! Mittlerweile sehe ich die Welt um mich herum in Bildern: Was könnte ein gutes Motiv abgeben? Was ist Instagramable (würdig für Instagram)? In diesem Blumenmarkt gibt es einfach etliche Möglichkeiten schöne Bilder zu schießen oder sich einfach auszuprobieren. Duften tut es dort dank der Blumen auch total schön.

Für mich war es einfach, obwohl es unglaublich voll war, total entspannend durch diesen Markt am Wasser zu laufen. Es hatte eine beruhigende Atmosphäre für mich und die unzähligen Blumen und Bäume haben definitiv dazu beigetragen. Gekauft habe ich mir hier nichts, aber einen Besuch ist es definitiv Wert!

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5. Käse Käse Käse …

Neben Tulpen, Pommes und Grachten, werdet ihr vor allem Läden spezialisiert auf Käse in Hülle und Fülle finden. Nicht wirklich überraschend, dass die Stadt voll ist mit dieser Köstlichkeit. Überall sind Gouda & Edamer Attrappen, die zum Kosten einladen, allgegenwärtig. Ist man schon in Amsterdam, sollte man zumindest mal original holländischen Käse probieren. Dabei sollte man nicht erwarten, dass jeder Laden den gleichen Käse hat, denn es ist nicht unüblich, dass die Produkte aus unterschiedlichen Regionen, mit unterschiedlichen Eigenheiten kommen. Als Mitbringsel ist es natürlich besonders gut geeignet!

Mich haben vor allem die pompöse Aufmachung der kleinen und großen Läden beeindruckt. Mal wieder wurde ich verführt, Fotos zu schießen. Man glaubt es kaum, aber ich musste dafür sogar auf die Fahrrad-Autobahn und habe mein Leben riskiert.. Vielleicht ist ein wenig dramatisiert aber nun gut.

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Fazit:

Die Stadt hat mich tatsächlich sehr überrascht und ich habe die Zeit auch wirklich genossen. 1 Tag war auch perfekt in meinen Augen, eine Übernachtung hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht. Das nächste mal geht es dann nach den Haag oder Rotterdam mit dem Flixbus.

Obwohl die Stadt so überfüllt war von Touristen, hatte ich nicht das Gefühl eingeengt zu werden. Ich konnte die Stadt genießen und die Menschen waren einfach super freundlich. Das einzige, was unmöglich zu besuchen war, war das Anne Frank Haus – ich habe noch nie in meinem Leben solch eine Schlange gesehen, nicht mal am Colosseum in Rom ! Die Menschen standen über die Straßen hinweg und in andere Straßen hinein an. Das hätten wir in der knappen Zeit auch gar nicht geschafft. Es besteht aber die Möglichkeit sich online Tickets zu kaufen und einen Slot zu sichern, das würde ich euch auch definitiv empfehlen

Es ist unglaublich, wie in jeder Stadt, wo es eben Flüsse, Grachten, Seen und Meere gibt, die Anziehungskraft von Gewässern einsetzt. Ich fühle mich so wohl, sobald eine Art Gewässer da ist. Aus diesem Grund haben wir auch die meiste Zeit an den Grachten verbracht und sind entlang dieser spazieren gegangen. Egal wohin man abbiegt, die Grachten haben auf einen gewartet und das hat für mich den Zauber dieser Stadt ausgemacht. Die Geschichte die sie erzählt, war auch ohne Touristen Führer zu spüren.

WARST DU SCHON MAL IN AMSTERDAM? UND WIE HAT ES DIR GEFALLEN?

love,

Damla

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